Wir starten heute früh, um ausreichend Zeit für die herausfordernde Etappe zu haben. Das Wetter meint es wieder sehr gut mit uns, die Sonne scheint wunderbar und wir genießen den gut zu gehenden Anstieg.
Es geht erst durch den Wald, oberhalb der Baumgrenze eröffnet sich dann der Blick auf das wundervoll blühende Alrißtal. Es ist jeden Tag aufs neue faszinierend. Die Berg umschließen uns von allen Seiten, und Christiane trifft es ziemlich gut: Wir wandern durch ein Gemälde.
Auf dem Weg nach oben umgehen wir eine etwas aufgebrachte Kuhherde, treffen auf Murmeltiere und füllen unsere Wasservorräte an einem der Gebirgsbäche auf, eine herrliche Erfrischung.
Das Zwischenziel für heute können wir in der Ferne schon direkt am der Waldgrenze erkennen - die Maurerscharte auf 2511 m Höhe. Wie genau der Weg dorthin verläuft, lässt sich allerdings nicht genau erkennen, da braucht es wie bei fast jeder Tour die das Vertrauen, dass der Weg uns Schritt für Schritt ans Ziel führen wird.
Vor dem Ziel warten aber noch Herausforderungen: die letzten 400 Höhenmeter sind ohnehin sehr steil, hier stoßen wir nun auf die angekündigten Schneefelder.
Wir versuchen sie zunächst zu umgehen, was sich aber auch als extrem schwierig und gefährlich herausstellt. Daher nehmen wir den letzten Abschnitt dann doch durch den Schnee, mit den Spikes geht das erstaunlicherweise ziemlich gut. Ein Kerzlein für den Wirt und Hans Staud für die Empfehlung. Wir erreichen die Scharte bei strahlendem Sonnenschein. Völlig erschöpft gönnen wir uns eine ausgiebige Rast mit freiem Blick auf die Stubaier Alpen.
Nach einer Stunde Abstieg erreichen wir die rustikale Prischeralm, wo wir von Almwirt Gilbert erstmal mit einem Schnaps begrüßt werden. Der tut erstaunlich gut. Nach einem Plausch mit einem einheimischen Gast folgt der weitere Abstieg über den Wirtschaftsweg - unsere Trittsicherheit haben wir heute schon ausreichend unter Beweis gestellt.
Müde erreichen wir den Jörgelehof in Maiern und schaffen es noch ins gegenüberliegende Restaurant Schneeberg für Nudeln und Pizza, dann geht es mit 1700 Höhenmetern und 20 Kilometern in den Beinen direkt ins Bett.
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