Es ist nun soweit - ich kriege meine Socken mit den verfügbaren Boardmitteln nicht mehr in einen geruchsneutralen Zustand versetzt. Den ganzen Abend hatte ich den Geruch in der Nase, obwohl die Socken mit Kernseife gewaschen auf dem Balkon hängen. Da müssen wir jetzt alle noch eine Woche durch.
Unser Ziel für heute ist Pfelders, wieder so ein Dorf, das am Ende eine Tals liegt, bewacht von einigen verschneiten Bergriesen, die über dem Tal thronen. Da wir die "offizielle" siebente Etappe des Romediuswegs geteilt haben, sind es eigentlich nur drei Fußstunden bis Pfelders. Da wird bereits in Bad Sand sind, beschließen wir, noch ein wenig bergauf zu gehen und dann auf dem Meraner Höhenweg nach Pfelders zu laufen.
Wir kommen erstmal nicht ganz so gut voran, da wir uns zwischen Sonne und Regenschauern immer wieder umziehen und/oder unterstellen. Auf dem Höhenweg angekommen, laufen wir erstmal durch eine Wolke, in der Christiane nach wenigen Meter schon verschwindet.
Schließlich geht es dann aber doch ganz gut voran. Der Höhenweg geht auf unserem Abschnitt meist durch den Wald, mal hoch, mal runter, und führt an einem sehr idyllischen Bachlauf vorbei, an dem ich mal wieder erfrischendes Quellwasser tanke.
Kurz nach Außerhütt treffen wir wieder auf den Romediusweg und es geht weiter das Tal bergauf. Ich habe mich beim Lesen der Karte ehrlich gesagt auf weniger Höhenmeter eingestellt, aber das ist grundsätzlich immer ein faszinierender Prozess: wenn die Landkarte auf dem Handy sich in die großartige 3D-Welt um uns herum verwandelt und greifbar wird.
Der Pfelderer Bach, im Hintergrund Pfelders vor der Texelgruppe
Der Regen ist uns am Nachmittag nochmal gnädig und zieht schnell wieder vorüber, sodass wir weitgehend trocken, aber mit Matsch am den Füßen Pfelders erreichen.
Die Etappe heute gehört sicherlich nicht zu den Highlights unseres Weges, aber auch das gehört dazu - Tage und Abschnitte, an denen es trüb ist, vom Himmel oder in uns, oder an denen nicht alles um uns herum umwerfend ist. Aber letztlich haben wir uns ganz bewusst darauf eingelassen, mit der Natur zu gehen und sie auch den Takt vorgeben zu lassen. Dass wir ihr gegenüber ganz klein sind, sehen wir mit jedem Blick um uns herum. Und so bleibt auch heute die Demut und Ehrfurcht der Natur gegenüber, die uns bisher an jedem Tag begleitet hat.
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